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Das historische Rathaus, in Göttingens erster Blütezeit (13. bis 16. Jhd.) erbaut,
diente damals auch als Gildehaus der Kaufleute.
Ursprünglich bestand das Rathaus aus zwei übereinander liegenden großen Hallen, deren obere jahrhundertelang
als Getreidespeicher für Notzeiten genutzt wurde. In späteren Jahren wurden, den Bedürfnissen des Rates
entsprechend, Diensträume eingebaut. Das Untergeschoss des Rathauses, früher Fest- und auch
Gerichtssaal, wurde im Jahr 1883 umgestaltet und ausgemalt. Der Maler Hermann Schaper aus Hannover entwarf
Täfelungen sowie ornamentale Deckenbemalung und schuf einen Fries mit den Wappen von 56 Hansestädten - eine
Anspielung auf die Bedeutung Göttingens als ehemalige Hansestadt.
Den Charakter des repräsentativen Raumes hat die Halle bis heute bewahrt. Offizielle Empfänge des Rates werden
gern hier abgehalten. Für die Bürger ist es vor allem der obligatorische Neujahrsempfang im Januar,
der sie diese Funktion der Halle besonders deutlich erleben lässt.
In ihrer heutigen Gestalt stellt sie sich als mittelalterlicher Raum dar, dessen Bild größtenteils durch
die Restaurierungs- und Dekorationsmaßnahmen des späten 19. Jahrhunderts bestimmt wird.
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